Haus im Abendlicht

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Reiseblog der Jugendfahrt 2023 – Nordholland

Tanzende Kühe, tosende Winde und ein Besuch vom „Paten“! All das und noch so viel mehr durften die Teilnehmer*innen der diesjährigen Jugendfahrt nach Nordholland erleben. Vierzehn Jugendliche und ihre zwei Betreuer*innen zog es in das Land der Tulpen, Klompen und des Käses. Was genau sie alles erlebt haben und warum die Jugendlichen auf einmal auf den Tischen standen, könnt Ihr hier lesen!

Tag 1: Freitag, 14. April 2023 von Sara

 

Die Vorfreude auf die Niederlande war groß. Meine Freude über die 7h Busfahrt hielt sich jedoch in Grenzen. Um entspannte 9:30 Uhr waren die meisten am Verein. Ein paar bekannte Gesichter waren dabei, aber ich kannte noch nicht alle. Auf der Busfahrt und spätestens in den Niederlanden hatte ich dann genug Zeit alle etwas näher kennenzulernen und zu erfahren, was für tolle Menschen alles eigentlich dabei sind.

Nach Maiks spektakulärem Manöver, den Reisebus rückwärts die ganze Straße runterzufahren, haben wir alles eingeräumt und sind losgefahren. Es waren viele Brettspiele und Bastelsachen dabei, auf die ich mich sehr gefreut habe. Die Busfahrt selbst war eher unspektakulär und relativ ruhig, die meisten haben geschlafen, bis auf Maik natürlich.

Endlich an unserem Haus für die Woche angelangt, waren alle inklusive mir extrem begeistert, wie schön das Haus ist. Neben der historischen Windmühle hat das alte Landhaus in dunkelgrünem Anstrich echt was her gemacht. Wir hatten einen großen offenen Gemeinschaftsraum mit Küche, Fernseher und zwei großen Tischen, an denen wir essen und basteln konnten. Die Schlafzimmer waren hell und einladend.  Man hat sich in dem Haus gleich richtig wohl gefühlt.

Sobald sich alle eingefunden und ausgepackt hatten, haben wir zusammen zu Abend gegessen. Bevor alle dann tatsächlich ins Bett sind, haben wir noch zusammen die erste Staffel LOL durchgeschaut. Nach der ersten Folge war es schwer aufzuhören. Alles in allem war es ein toller Tag und ein guter Start für unsere Woche in den Niederlanden.

Tag 2: Samstag, 15. April 2023 von Sarah M.

Der erste Tag unserer Jugendfahrt sollte entspannt zu Hause stattfinden. Er begann mit einem leckeren und ausgiebigen Frühstück, das unsere beiden Gruppenleiter Hannah und Patrick für alle zubereiteten. Nach und nach trudelten die Reisegefährten ein, um das erste Frühstück in Middenbeemster zu genießen. Nachdem der Küchendienst seine Arbeit erledigt hatte, begann auch schon das Programm des Tages: Zunächst hatte Hannah für uns eine Kreativwerkstatt geplant. Die bestand aus zwei Bereichen, nämlich einerseits Leuten, die Makramee banden, und andererseits einer Gruppe, die sich der Kunst des Buchbindens widmete. Die Materialien hatte Hannah für alle mitgebracht. Während also die eine Hälfte der Jugendgruppe fleißig farbenfrohe Fäden flocht, und somit von kleinen Schlüsselanhängern bis zu großen Traumfängern viele schöne Kunstwerke fertigte, übten sich die anderen im Umgang mit Cuttern, Leim und Papier, sodass am Ende eine Sammlung bunter Bücher auf dem Tisch lag. Neben der kreativen Tätigkeit blieb auch Zeit, in der wir uns ausruhten. Manche lasen auf dem Sofa und andere genossen bei einem Spaziergang die frische Luft.

Zum Abendessen gab es später selbstgemachte Pizzaschnecken und Wraps mit großer Auswahl an Auflage, sodass wir alle genügend Energie für den bunten Abend hatten. Dies war nämlich der letzte Programmpunkt des Samstags. Der bunte Abend wurde von der gesamten Jugendgruppe mitgestaltet, indem wir uns eigene Aktivitäten ausdachten. Als erstes stand ein Versteckspiel der besonderen Art an: Der Sucher bekam die Augen verbunden und wurde von einem Schutzengel durch den Raum begleitet, damit er sich keine Verletzungen zulegen konnte. Alle anderen Mitspieler versteckten sich natürlich, wobei ein Versteck nicht nur unter dem Tisch, sondern auch auf der Fensterbank sein konnte, da der Sucher uns ja erfühlen statt sehen musste. Den zweiten Part verbrachten wir damit, Activity zu spielen. Dabei zeigte die Jugendgruppe vollen Einsatz, die Begriffe bestmöglich zu erklären, darzustellen oder zu malen. Des Weiteren führten ein paar Mitglieder von uns ein kleines Konzert am Abend auf. Das Publikum genoss die Lieder sehr und wünschte sich anschließend eine Zugabe, die es nach dem langen Applaus auch bekam. Daran schloss sich noch ein zweites Musik-Duo an, das ebenfalls alle beeindruckte. Zum Bedauern der Zuschauer gab es von dem Duo jedoch keine Zugabe. Es folgte noch ein kulinarischer Schmaus, denn unsere Niederlande-Fans zeigten großen Einsatz beim Backen: Es gab leckere Waffeln mit Kirschen und Erdbeeren sowie niederländische Poffertjes – eine Landesspezialität!

 

Den Abschluss bildete dann ein Spiel (nach dem Vorbild der Serie LOL – Last One Laughing), bei dem man eine Stunde lang nicht lachen durfte. Jeder hatte zwei Leben, die verloren gingen, sobald man lachte oder auch schon schmunzelte. Waren beide Leben verloren, schied man aus dem Spiel aus und wurde zum Schiedsrichter. Die Gruppe amüsierte sich prächtig. Wir brachten uns gegenseitig zum Lachen; stellten anderen Fallen, in die wir oft selbst tappten, und konnten am Ende zwei Sieger küren. Der Abend klang aus mit langen Gesprächen bis auch der Letzte dem Schlaf verfiel.

 

Tag 3: Sonntag, 16. April 2023 von Vika

Stadtbesuch Hoorn

Am 3. Tag ging es nach wetterbedingtem Ausfall der geplanten Fahrradtour in das schöne Städtchen Hoorn welches am Meer nördlich von Amsterdam liegt. Den ersten Stopp machten wir an der Seenpromenade. Wir genossen die schöne Aussicht auf das Meer, atmeten die frische Meeresluft ein und hielten die Momente fotografisch fest. Der kalte Wind machte sich besonders in der Nähe des Wassers bemerkbar und die ersten Frostbeulen meldeten sich mit dem Wunsch weiterzuziehen.

Beim Durchschländern der Gassen und Straßen entdeckten wir zahlreiche Restaurants, Cafés, etc. die am Vormittag noch überwiegend geschlossen hatten. Einige von uns blieben vor allem in den holländischen Bücherläden hängen und stöberten eine ganze Weile durch verschiedenste Romane, Krimis und Thriller. Wir hielten auch Ausschau nach einem passenden Buch für unseren kleinen selbstgegründeten Bücherzirkel, doch wurden diesmal noch nicht fündig. Als sich der große Hunger bemerkbar machte, schlenderten wir Richtung eines Italieners, bei dem wir für die ganze Truppe im Voraus reserviert haben.

Ein Dessert durfte natürlich nicht fehlen, also gab es noch für jeden ein Eis im Eiscafé. Der Städtebesuch neigte sich dem Ende zu und wir traten die Rückreise an. In unserem Ferienhaus angekommen, gab es für alle Zeit zur freien Verfügung. Die einen entspannten sich in ihren Zimmern, spielten Spiele, schauten Videos, die anderen gingen durch die Felder spazieren, oder schauten einen Film. Für einige ging es schon früh ins Bett. Die anderen, die noch aufbleiben wollten, verfielen in ausgiebige Gespräche. Es war trotz der wetterbedingten Planänderung ein rundum ereignisreicher und dennoch erholsamer Tag.

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Tag 4: Montag, 17. April 2023 von Dominic & Vika

Tanzende Kühe und tosende Winde

Um 10.30 Uhr, nach dem Frühstück, sind wir zum Bauer in der Nachbarschaft gegangen, um den Kühen zuzuschauen, wie diese das erste Mal im Jahr auf die grüne Wiese zum Grasen dürfen. Es war ziemlich lustig zu zusehen, wie die Kühe sich darauf freuen und was sie für einen kuhlen Tanz dazu tanzten.

Danach holte uns Maik mit dem Bus dort ab und wir fuhren nach Volendam. Hier haben sich ein paar Leute Fahrräder geliehen, um damit nach Marken zu fahren. Der restliche Teil hat am Hafen lecker Fisch gegessen und ist dann bei schönstem Wetter mit dem Schiff nach Marken gefahren.

Dort haben wir erst mal einen Kaffee und einen leckeren Brownie gegessen. Danach sind ein paar in ein Holzschuh-Museum gegangen und der Rest hat etwas anderes gemacht. Um 17Uhr sind wir dann alle mit dem Schiff zurück nach Volendam gefahren, haben die Räder abgegeben und sind mit dem Bus wieder zurückgefahren. Am Abend haben wir dann noch Burger gemacht und zum Abschluss eine von Patrick organisierte „Traumreise“. Die Gruppe versammelte sich im Gemeinschaftssaal, manche trugen sogar ihre Matratze hinunter, machten es sich gemütlich bei Kerzenlicht und ätherischen Ölen. Wir fielen dank der geführten Meditation in einen angenehmen schläfrigen, aber entspannten Zustand. Es war trotz der wetterbedingten Planänderung ein rundum ereignisreicher und dennoch erholsamer Tag.

Tag 5: Montag, 18. April 2023 von Luisa

Am Dienstag, dem fünften Tag unserer Fahrt, ging es nach einem üppigen Frühstück früh los nach Amsterdam. Zuerst besuchten wir das Rijks Museum und staunten nicht schlecht, da wir dort Gemälde von Van Gogh ansehen durften. Ein riesiges Gemälde von der Schlacht von Waterloo hat es vielen von uns am meisten angetan. Danach hatten wir die Möglichkeit uns in Kleingruppen durch die Stadt zu bewegen: wir besuchten also beispielsweise einen Flohmarkt, schlemmten uns durch die kulinarischen Vielfältigkeiten, shoppten, führten Fotosessions durch und was natürlich auch nicht fehlen durfte war eine Fahrt mit den berühmten Grachten durch die Kanäle der Innenstadt Amsterdams.

Als nächste Gruppenaktivität besuchten wir den Amsterdam Dungeon und erfuhren unter schauriger Inszenierungen etwas mehr über die Vergangenheit der Stadt. Manch eine*r aus unserer Gruppe wurde aktiv Teil des Programms und endete für kurze Zeit an einem Strick über „offenen Feuer“, saß „Hinter Gittern“ oder wurde spontan als Putzfrau angestellt, um die Theke eines Lokals zu putzen.

Im Anschluss an die nervenaufreibenden Erlebnisse durfte natürlich eine Stärkung in Form von veganen Burgern, Pommes und Fingerfood, allen voran der pflanzlichen Alternative zu den bekannten niederländischen Bitterballen, nicht fehlen.

Erschöpft und mit gefüllten Mägen machten wir uns also passend zum Sonnenuntergang auf den Weg zu unserem Häuschen. Der Abend wurde recht schnell sehr emotional und verdeutlichte uns allen nochmal wie wichtig die Jugendgruppe und auch eine Jugendfahrt für uns alle ist. Auch wenn manche die Krebserkrankung bereits überstanden haben, sind wir alle von unserer Krankheit in unterschiedlichen Ausprägungen gekennzeichnet. Somit war der Abend dominiert von Geschichten voller Trauer, Schmerz, aber auch Mut, Kraft und Hoffnung und endete mit vielen Umarmungen.

Tag 6: Mittwoch, 19. April 2023 von Hannah

Einmal richtig ausschlafen! Endlich! Nachdem der letzte Abend doch mal wieder lang war, konnten wir an diesem Tag den Morgen richtig ausnutzen. Vor 10 Uhr hat kaum einer den Weg in den Gemeinschaftsraum gefunden, um zu frühstücken. Entspannter geht es kaum. Nachdem sich dann aber doch irgendwann alle von ihren Betten verabschiedet und das Frühstück genossen hatten, fing der Tag richtig an. Auf dem Plan stand: Das perfekte Dinner – Group Edition. Alle Gruppen wurden bereits an den Tagen zuvor durch das Zufallsprinzip ausgelost und hatten ihre Mottos und Regeln erhalten. Jede Gruppe hat dabei eine besondere Aufgabe erhalten und musste ihr Gericht nach einem von ihnen ausgewählten Film gestalten. Aber erstmal ging es an die Vorbereitung und damit vor allem ans Einkaufen. Nachdem die Küche aussah, als wären 30 Köche drin gewesen und auch Maik zur Gruppe gestoßen war, ging der Abend los! Den Beginn machte ein blauer Aperitif mit Zuckerrand mit musikalischer Untermalung der Filmmusik von Disneys „Die Eiskönigin“. Dazu gereicht wurden kleine Olafs gebastelt aus Crackern und Salzstangen. Darauf folgte eine Reise mit Julia Roberts durch die kulinarische Welt von „Eat, Pray, Love“ mit selbstgemachten Samosa und einem Dip. Und dann wurde es richtig schaurig schön. Mit einer kleinen Darbietung vom „Paten“ und seiner Gefolgschaft wurde nicht nur Yvonne, wegen mangelnden Respekts, dem Raum verwiesen, sondern auch Patrick wurde in seine Schranken verwiesen.

Kulinarisch wurden wir jedoch mit zwei Sorten von Lasagne verwöhnt. Eine vegane Spinat Lasagne und eine Spinat-Lachs-Lasagne, das ganze abgerundet durch einen leckeren Salat. Den Abschluss des Abends stellte ein leckerer veganer Brownie mit bunt gemischten Früchten dar, mit dem Thema „Bohemian Rhapsody“ untermalt natürlich von den gesanglichen Klängen Freddie Mercurys und Queen.

Jedes Gericht für sich war so stimmig, lecker und einfach gelungen, dass wir beschlossen keine Punkte oder Sieger zu erklären, sondern dass wir nach der Fahrt nochmal alle gemeinsam ins Kino gehen.

Die vergangenen Tage hatten wir alle noch in den Köpfen. Jedes Thema, jede Unterhaltung, jede Begegnung hatte in der Gruppe so viel ausgelöst, dass es für Außenstehende kaum greifbar sein kann. Auch an diesem Abend merkte man diese besondere Stimmung in der Gruppe, den Zusammenhalt und die Gemeinsamkeiten. Und genau das wollten wir einfangen. Jeder der ein Buch gebunden hatte, holte dies hervor, alle anderen bekamen DinA4 Zettel und jeder suchte sich einen Stift aus. Denn nun stand „Warme Dusche“ auf dem Programm. Aber keine Sorge, wir gingen natürlich nicht mit 16 Personen gemeinsam warm Duschen, sondern Ziel ist es jedem ein paar warme Worte mit auf den Weg zu geben. Etwas, was man schon immer mal sagen wollte, es sich aber nicht getraut hat. Etwas, was man an dem anderen besonders wertschätzt, bewundert oder einfach toll findet. Und so ging Zettel für Zettel und Buch für Buch reihum, bis jeder etwas für alle anderen geschrieben hatte. Nachdem alle fertig geschrieben hatten, war natürlich die Aufregung groß… Was bei mir wohl drin steht? So viel sei gesagt: Es blieben wenige Augen an diesem Abend trocken. Und so ging ein wunderschöner Tag mal wieder dem Ende entgegen.

Tag 7: Donnerstag, 20. April 2023 von Ibrahim

Am Donnerstag, den 20. April gegen 10 Uhr morgens, verabredeten wir uns als Gruppe im Haus, was wir am heutigen Tag unternehmen werden. Also haben wir uns abgesprochen, was heute unternommen wird. Die Mehrheit entschied sich für die Fahrt nach Amsterdam, von daher haben wir gar nicht lange gewartet und sind nach Amsterdam gefahren. Nach ungefähr einer Stunde Busfahrt versammelten wir uns nochmal, teilten uns in Gruppen auf und durften uns die Stadt Amsterdam mal selbst genauer anschauen und erkunden.

Es war sehr schön, so eine schöne Stadt mit so vielfältiger Architektur und vielen Menschen. Am Nachmittag trafen wir uns wieder am ausgemachten Treffpunkt und fuhren wieder gemeinsam nach Middenbeemster zurück. Nach der Rückfahrt sind wir erstmal bisschen zu Ruhe gekommen. Am Abend haben wir Schlag die Bosse zusammen gespielt und nebenbei gesnackt.

Tag 8: Freitag, 21. April 2023 von Julius

Um 6.30 Uhr klingelten die ersten Wecker, aber um spätestens 7 Uhr hieß es für alle aufstehen, der Bus kommt um 10 Uhr! Der Morgen war absurd komisch, keiner wusste so recht was er oder sie mit seinen Gefühlen anfangen soll. Es dauerte, bis man realisierte, dass es jetzt vorbei war. Es wurde gepackt, geräumt, geputzt und auf einmal war es so weit, es ging heim. Der Abschied fiel schwer, das ist klar. Die Busfahrt war leider sehr lange… Stau, Stau, Stau, was aber jede Menge an Gesprächsstoff bereithielt. Diese Busfahrt war alles andere als langeilig 🙂 Am Familienzentrum angekommen gab es noch eine Abschiedsrunde, aufs Weinen wollte verzichtet werden, das hatten wir die Woche über schon genug 🙂 Es war der schrecklichste und schönste Moment zu gleich an diesem Tag. Es war vorbei und gleichzeitig erinnerte man sich nochmal an die schönsten Momente. Beim Abschiedsknuddeln musste man aufpassen, dass die Tränendrüsen nicht wieder Vollgas geben, es war ein unfassbar schöner Abschied, man konnte denjenigen nochmal danken, die einem auf der Fahrt viel geholfen haben und einem immer positiv haben denken lassen.

Man kann jedem einzelnen nur danken, für eine Woche die geprägt wurde durch Offenheit, Emotionen, Spaß/Witzigkeit und Ehrlichkeit.

Eine Woche Niederlande, aber was für eine!? Wie soll man diese Woche beschreiben?

Natürlich kann ich jetzt anfangen, dass die Fahrt bezaubernd und schön war, was auch stimmt, aber sie war so viel mehr! Die wichtigsten Erkenntnisse dieser Jugendfahrt:

Der Haufen war komplett durcheinander gewürfelt. Geschwisterkinder und #SURVIVOR alle zusammen. Die Altersspanne ging von 12 bis 29 Jahre. Aber schon auf der Hinreise war irgendwie klar, dass diese Gruppe einfach zusammenpasst. Jeder Tag war besonders, es entwickelte sich eine unglaubliche Gruppendynamik, jeder lernte sich besser kennen und so wurde vieles einfacher. Die Gruppe ergänzte sich perfekt. Eine Schlüsselszene zeichnete die Gruppe besonders aus, denn es ist völlig normal, dass es in einem Gruppenhaus mit 16 Leuten zu Spannungen kommen kann. Doch die Gruppe hat es geschafft, sich damit auseinander zu setzen und mit einer unglaublichen Art und Weise an Offenheit und Ehrlichkeit diese Spannungen zu entladen. An diesem Abend ist dann alles ins Rollen gekommen. Einige hatten viele Fragezeichen im Kopf, worum es gerade geht, und so wurde das Gespräch immer offener. Das Thema wechselte auf sehr persönliche Inhalte – bis auf einmal das Heulen los ging. Warum ich das so ausführlich beschreibe, liegt einfach darin, dass dieser Abend so unglaublich entscheidend war. Hier wurde einem (mir) bewusst, mit was für starken Menschen ich hier umgeben bin und das hat voll auf meine Tränendrüse gedrückt. Es kam eins nach dem anderen, aber ohne unangenehm zu werden, im Gegenteil – es war herzergreifend!

Dieser Austausch über die Krankheit und die damit verbundene Frage, wie man damit umgeht, war unheimlich wichtig. Die verschiedenen, aber doch so gleichen Charaktere, die einen sofort verstanden haben, einen umarmt haben, gaben einem so viel Sicherheit. Im Alltag kann es oft passieren, dass man nicht verstanden wird, warum man traurig ist oder schlecht gelaunt ist. Aber in dieser Gruppe lag eine unglaubliche Empathie vor und ein so großes Einfühlungsvermögen, dass ich gefühlt sofort losheulen könnte. Einfach nur Danke! Irgendwie muss ich jetzt auch zum Ende kommen und will jedem Leser mitgeben, dass die Jugendfahrt 2023 in den Niederlanden gezeigt hat, dass man mit verschiedensten Personen, die man teilweise zum ersten Mal gesehen hat, sehr viel Erleben kann. Der Satz, „es hat sich gelohnt“ kann es eigentlich nicht beschreiben, da es so viel mehr ist, aber irgendwie muss ich es ja 🙂

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