Es ist in Deutschland und auch in Europa mittlerweile klar geworden, dass es angesichts der guten Überlebensdaten für Kinder und Jugendliche mit Krebserkrankungen eine Pflicht der Kliniken ist, für die Erhaltung der Fruchtbarkeit der ehemaligen Patienten zu sorgen. Es gibt dazu mittlerweile eine Leitlinie der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie.

Ziel ist es, den betroffenen Patienten die Hoffnung auf eine eigene Familie zu geben und dadurch die Lebensqualität deutlich zu verbessern. In Zusammenarbeit mit der Universitätsfrauenklinik, der Hautklinik und Kinderchirurgie in Frankfurt sowie den international etablierten wissenschaftlichen Projekten Antroprotect und Fertiprotect konnte die Kinder- und Jugendklinik Frankfurt einen großen Schritt in die richtige Richtung gehen und das Fertilitätsprojekt ins Leben rufen.

Die entsprechenden Maßnahmen werden aktuell von den Krankenkassen nicht finanziert und dem Bereich des „Lifestyle“ zugeordnet. Die Fachgesellschaften auf nationaler und internationaler Ebene haben sich zum Ziel gesetzt, diese Maßnahmen in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufzunehmen. Daher haben wir dieses Projekt auch auf 2 Jahre befristet, weil wir davon ausgehen, dass unsere Argumente für die Kostenträger überzeugend sein sollten.

Für dieses Projekt wird eine ½ Arztstelle benötigt, die die Maßnahme koordiniert. Eine wissenschaftliche Mitarbeiterin berät Kinder, Jugendliche und deren Eltern umfassend und kümmert sich darum, dass alle notwendigen Maßnahmen eingeleitet werden. Zusätzlich führt die Mitarbeiterin ein Register, um wissenschaftliche Auswertungen zu ermöglichen. Dies soll zur bestmöglichen Aufklärung der Patienten führen.

Die Maßnahmen müssen jeweils zeitgerecht in den Behandlungsplan der Patienten eingepasst werden um auch für die Behandlung des Patienten keine Zeit zu verlieren.

Der Verein übernimmt für 2 Jahre die Kosten für

  • die flächendeckende Beratung aller Patienten und ihren Familien mit neudiagnostizierten onkologischen Erkrankungen oder vor Stammzelltransplantation ( ½ Arztstelle)
  • für die Kryokonservierung (Einfrierung) von Geweben
  • für notwendige Medikamente im Rahmen des Projektes (für die Stimulation)
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